An diesem Morgen bin ich schon recht zeitig (7:00 Uhr?) wach und renne sinnlos durch die Gegend. Der Bach ist zu kalt und die anderen beiden pennen noch. Aber physisch merke ich eigentlich nichts mehr vom gestrigen “Hammertag”.
Nachdem alles wieder verstaut ist, geht es weiter taleinwärts Über Serpentinen, entlang eines fast ausgetrockneten Flussbettes, an dessen Ufer vereinzelt BÜsche und Bäume wachsen, bis die Vegetation immer dichter wird und wir wieder mitten im Wald stehen. Hin und wieder steht plötzlich auch mal ein Reh vor dir und glotzt dich an, bevor es wieder ins Geäst verschwindet. Hier ist die Welt noch in Ordnung. Wen es in diese Tiefen des Nationalparks verschlägt, der verschreckt auch kein Wild und verhält sich naturbewusst. DafÜr gibt es dann auch allerhand zu sehen, wenn man aufmerksam ist.
Am “Bearpaw Meadow” schließt sich der Kreis unserer Tour – allerdings mussten wir noch einen letzten fiesen Aufstieg von 600 Höhenmetern hinter uns bringen. Paul ist zwischendurch mal verschwunden – wir treffen ihn oben an der HÜtte wieder. Dort wurde ihm vom Ranger noch einmal eingeschärft, nicht die Konfrontation mit den Bären zu suchen – Hintergrund: An unserer ersten Raststätte hatte sich am Morgen ein Bär am Rucksack eines schlafenden Wanderers zu schaffen gemacht, was Letzterer bald mitbekam und verhindern wollte. Er hatte jedoch die Reaktion des (wohl hungrigen) Bären unterschätzt und dessen Pranke durchs Gesicht gezogen bekommen. Dementsprechend zerkratzt hatte man ihn dann medizinisch versorgt und verbreitete nun Überall Warnungen. KÜmmert uns aber nicht weiter, sondern wir beziehen an eben dieser Stelle unser letztes Nachtlager – seltsamerweise allein…
FrÜh am Morgen gegen 07:30 Uhr kommt tatsächlich ein Bär gemÜtlich den Weg entlanggelaufen, als wir noch im Schlafsack liegen. Paul schnappt sich die Kamera, aber er ist schon in den Wald hineingelaufen und das Bild (rechts) wird leider nix.
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