“Na gut… optimales Fahrradwetter sieht anders aus!” denke ich noch so, als ich Sonntag morgen aus dem Fenster schaue und der Blick auf das Thermometer 13°C zeigt. Dann also doch langärmlig fahren.
Gegen 9:15 Uhr betrete ich den Platz vor der PeißnitzbÜhne, noch 15 Minuten bis zum Start der Profitour. Letztere hatte ich vor einem Jahr locker gemeistert und freue mich, trotz des trÜben Wetters, auf die Neuauflage.
9:40 Uhr: Der Startschuss fällt, es geht zunächst an der Saale entlang bis zur Burgstraße, dann Richtung Oppin. Bei der Überquerung der ersten Bahnschienen scheppert es hinter mir schon das erste Mal.
Bevor Madonna ihre Karriere beendet, habe ich die Chance genutzt und sie mir mal angesehen (Danke Ben!). Und die FÜnfzigjährige zeigte keine Anzeichen von Erschöpfung. Zudem eine bombastische Show in der beeindruckenden Atmosphäre des Berliner Olympiastadions. Mit weiteren Tourneen ist also zu rechnen.
Alle hatten darauf gewartet – und sie tat es wieder: Ein Videoclip mit Adolf, Mugabe und McCain – dann die “Guten” mit John Lennon, Bill Gates und Barack Obama. Der gesellschaftlich interessierte Beobachter wird sich in diesem Zusammenhang sicherlich fragen: Hitler im Olympiastadion, war da nicht mal was? Und was zum Henker macht Bill Gates bei den Guten!!???
Aber zurÜck zur Show: Support kam von der schwedischen Sängerin Robyn, vor einigen Jahren mit “Show me Love” in den Charts, jetzt mit einem netten Comeback (“With Every Heartbeat”). FÜr ein Madonna-Konzert wohl genau der richtige Aufwärmer.
Madonna selbst ließ sich während der zweistÜndigen Show mehrmals zwecks Umkleidung entschuldigen. Die Pausen wurden durch spanische Folklore oder Videoclips gefÜllt. BÜhne, Beleuchtung, Videowalls und Tanztruppe setzten wieder einmal Maßstäbe. Allein – es ließ sich (bis auf wenige Soloeinlagen) der Eindruck nicht vermeiden, dass vieles vom Band kam.
Da ist mir eine ordentliche Metal-Band doch lieber.