Werder durfte sich innerhalb von 19 Tagen 4 mal (!) mit dem ewigen Rivalen aus dem Norden messen – und ich war mitten drin! So hatte ich Karten fÜr das UEFA-Cup HalbfinalrÜckspiel in der verbotenen Stadt (Hinspiel 0:1) und fÜr die Bundesligapartie des 31. Spieltags, in der dann Bremen Heimrecht genoss.

Nach eigentlich angenehmer Fahrt, bei der ich auf der A7 aber fast noch in einen Auffahrunfall gerauscht wäre, ging es von HH-Harburg entspannt mit S-Bahn/Bus in Richtung Volkspark. Dort veranstalteten die Hamburger vor dem Anpfiff die größte Choreo, die der Verein je auf die Beine gestellt hat – und eines dieser Papierblätter sollte ihnen zum Verhängnis werden…

Zunächst machte Werder Druck, geriet aber mit dem ersten Angriff des H?V in RÜckstand. 0:2 in der Addition beider Ergebnisse, das lief ja suboptimal. Aber man spÜrte schnell, dass sich die Mannschaft nicht aufgegeben hatte – Diego markierte nach schönem Doppelpass mit Pizarro das 1:1 zur Halbzeit. Plötzlich war alles wieder offen – noch ein Tor fÜr Werder und Hamburg wäre auch im zweiten Wettbewerb an Werder gescheitert.

Und dann passierte, was alle im Gästeblock gehofft hatten – Bremen drehte das Spiel. Pizarro mit Distanzschuss, bei dem Rost nicht gut aussah und Baumi per Kopf nach einer Ecke mit dem 1:3, dem eine kuriose Szene vorausgegangen war: H?V-Verteidiger Gravgaard wollte unbedrängt einen Ball zurÜck zu Rost spielen, der jedoch sprang kurz vor der Torauslinie Über ein Papierkneul, das ein H?V-Fan nach der Choreo auf den Platz geworfen haben muss, Resultat: Ecke fÜr Werder, das vorentscheidende 1:3. Hamburg kam zwar noch auf 2:3 heran, aber Bremen rettete den Vorsprung Über die Zeit – kein Spiel fÜr schwache Nerven!

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