Rennrad: Magdeburg – Halle

Morgenstund hat Gold im Mund. Bei mir waren es eher Insekten. 08:00 Uhr ging es also zurück in die Heimat – nach 2km merke ich, dass ich die Handschuhe vergessen habe, aber es rollt bereits so gut, dass ich nicht noch einmal umkehre.

Anfänglich merke ich die 92 km vom Freitag (Gesäß!), aber das legt sich mit zunehmender Fahrt. Der heutige Plan – Mittags im Elternhaus aufschlagen, zudem deutlich unter 4h bleiben. Mein Rekord vom Vorjahr lag bei 3:35h. Dazu wollte ich Bernburg umfahren und besonders die Betonplattenstraße von Calbe nach Nienburg auslassen.

Also verlasse ich am Ortsausgang Calbe die gewohnte Strecke und nehme die Brückenstraße, überquere die Saale und biege Richtung Wispitz/Wedlitz ab. Zunächst fährt sich alles recht gut und flüssig. Dann auf Höhe Nienburg mache ich den Fehler und folge dem Radwanderweg, der zunächst noch super ausgebaut ist – dann aber plötzlich bei Bernburg von Asphalt auf „Wald- und Wiesentrampelpfad“ wechselt. Blöder Mist! Ich verliere nicht nur richtig Zeit, sondern fahre mit dem ständigen Gefühl, dass ich mir an der nächsten Biegung einen Platten einfange. Nach etwa 1km Off Road lande ich in kurz vor Bernburg wieder auf der Straße. Banger Blick nach hinten, Kevlar-Mantel hält.

In Halle mache ich den nächsten blöden Fehler. Die Idee: Gepflegt am Saaleufer langfahren, die Umsetzung: Ich biege in Trotha in die Pfarrstraße und finde mich nach kurzer, aber holpriger Fahrt an den Treppen zum Riveufer wieder. Mist, hatte ich anders in Erinnerung, umkehren! Dazu passt dann auch, dass die Burgstraße gesperrt ist und ich mich auf der Umleitung durch die Menschenmassen auf der Peißnitz kämpfen muss. 94,4km in 3,25h, Schnitt 27,8 km/h.

Kann man gelten lassen. 🙂

0 Antworten auf “Rennrad: Magdeburg – Halle”


  • Keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort