Archiv für die '2001 USA' Kategorie

28. Tag

Am frÜhen Morgen brechen wir auf zum Budget Office, wo wir unsere Sachen ausladen und den Wagen grob säubern, bevor wir mit Sack und Pack in den Shuttle-Bus zum Airport steigen. Der RÜckflug gestaltet sich relativ reibungslos, trotz der angeblich verschärften Sicherheitsvorkehrungen fÜhrt Paul versehentlich ein Klappmesser und eins mit stehender Klinge im Handgepäck mit sich, was niemanden stört. Auch die leeren PatronenhÜlsen, die ich an einer unserer nächtlichen Lagerstätten in der WÜste aufgesammelt habe, werden nicht beanstandet. Soviel zum Thema: Höchste Sicherheisstufe.

27. Tag

Die Nacht war kurz und wir wachen frÜh von vorbeifahrenden Schulbussen auf. Am Abend stellen wir Übrigens noch fest, das der Stylus (der Stift fÜr den Touch Screen) bei Thomas‘ Cassiopeia fehlt. Da wir fÜr den Tag noch nichts geplant haben, fahren wir noch einmal zurÜck zum Shopping Mall. Der Verkäufer zeigt sich auch gleich einsichtig und sucht alle Schubladen seines Geschäftes ab – ohne Erfolg. Ein anderes Modell passt auch nicht und so bekommt Thomas noch einmal Rabatt. Hat sich die Sache schon gelohnt.

Wir besichtigen noch die wohl modernste und protzigste Kirche, die mir je untergekommen ist (s. Bild links) und rennen den ganzen Nachmittag durch China Town – eine Stadt aus 1000 Ramschläden, die alle den selben billigen Plunder anbieten. Das Essen ist aber durchaus lecker. Die Hygienebehörde vergibt Übrigens Noten an die Restaurants, welche die dann sichtbar aushängen mÜssen. Ein „C“ sollte man meiden.
Beim morgendlichen FrÜhstÜck bei „Jack in the Box“ fällt uns zufällig ein Prospekt eines Computer Discounters in die Hände, welches uns keine Ruhe lässt – also machen wir uns noch einmal auf zum Shoppen. Im Paradies angekommen, können wir uns gar nicht entscheiden, wo wir zuerst zuschlagen sollen. Jedoch siegt letztendlich wieder die Vernunft und Thomas und ich geben uns mit unserem PDA zufrieden. Paul legt sich einen MP3-Player zu.

Hollywood: 26. Tag

Den Vormittag nutzen wir zur ausgiebigen Besichtigung Hollywoods. Wir fahren den „Sunset Boulevard“ entlang, bis zum „Hollywood Boulevard“ (?), auf dem sich alle Showbiz-Größen der Stadt verewigt haben.

Im Theaterinnenhof gibt es neben den bekannten Sternen des Boulevard auch noch große Betontafeln im Boden, die der Creme de la Creme Hollywoods vorbehalten ist.

Der restliche Tag geht größtenteils fÜr die Fahrt zum größten (?) Shopping Mall der USA drauf. SÜdlich von Los Angeles in Costa Mesa befindet sich ein riesiges Areal von Läden, South Coast Plaza – DIE Einkaufsmeile vor dem Herrn. Objekt meiner (und Thomas‘) Begierde ist ein Handspring oder Palm. Nachdem wir in den größten Elektronikmärkten nicht fÜndig werden, stoßen wir letztendlich auf einen Laden, der ausschließlich hochwertige und innovative Elektronik vertreibt. Die haben zwar keine Handsprings, dafÜr aber recht preiswerte WindowsCE-PDAs. Nach kurzer Beratung schlagen wir zu und leisten uns einen Cassiopeia EM-500. Thomas bekommt sogar noch ordentlich Rabatt, weil er das VorfÜhrmodell nimmt. GlÜcklich Über unser Schnäppchen kehren wir zum Auto zurÜck und beschließen, im „[…] National Forrest“ zu Übernachten, was dort kostenlos ist. Nach stundenlanger Irrfahrt stehen wir letztendlich vor dem verschlossenen Tor – Pech gehabt. Also fahren wir zurÜck zur Landstraße und stellen unser Auto in einer Seitenbucht ab. Paul und Thomas legen sich neben das Auto auf die Iso-Matte, ich lege mich ins Auto. Lange währt unsere Ruhe nicht, denn vor uns bremsen zwei Autos im Schotter und ein paar Jugendliche springen raus. Nachdem sie sich 1000 mal erkundigt haben, ob alles okay sei, rufen sie noch was von „Freaks“ und dÜsen mit quietschenden Reifen wieder ab. Eine Stunde später kommen wieder ein paar Typen, die sich anscheinend fÜr unseren Explorer interessieren. Als ich mich bemerkbar mache, hauen sie aber so schnell wieder ab, wie sie gekommen waren. Unser nächster Besuch lässt nicht lange auf sich warten: ein Jeep fährt vorbei, bremst, stößt zurÜck und stellt sich mit voller Festtagsbeleuchtung hinter uns. Gerade, als ich genervt aus dem Wagen steigen will, fallen mir im RÜckspiegel die Umleuchten auf dem Dach auf – Schei…. – die Sheriffs! Also schnell die Schuhe an und vorsichtig die BeifahrertÜr auf. Da standen sie auch schon: der eine mit der Maglite und der Andere sichernd mit der Hand an der Waffe. Sooo… wollten sie also wissen, was wir hier machen. Ich also erklärt, dass wir in den National Forrest wollten und da abgeschlossen war und wir nicht wissen, wo wir pennen sollen. Haben sie zusammen Überlegt, wo wir denn hin könnten – fiel ihnen aber auch nichts ein. Nachdem sie dann Wagenpapiere und Personalien ÜberprÜft hatten, wachen auch Paul und Thomas auf, die immer noch neben dem Wagen liegen. Ratlosigkeit stellt sich ein, bis sie dann meinen, wenn wir hier schlafen könnten, hätten sie nix dagegen, steigen wieder ins Auto und fahren weiter. Schwein gehabt, doch kein Knast wegen Vagabundierens.

Gegen 02:00 Uhr kommen unsere Freunde mit den zwei Autos wieder und drehen noch ein paar Runden vor unserem Wagen, bis sie endlich abhauen.