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	<title>christianseidel.NET &#187; Bund</title>
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	<description>Website von Dipl. Wirt.-Inf. (FH) Christian Seidel</description>
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		<title>[Nachtrag] Grundausbildung: Ladezustand</title>
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		<pubDate>Sun, 04 May 2008 17:25:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bund]]></category>
		<category><![CDATA[Rekrutenbesichtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Wecken]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute ist beim Aufräumen mein Melder-Notizbuch aufgetaucht: Rekrutenbesichtigung Montag: ÜberprÜfung Anzug/Rucksack Dienstag: 04:15 Uhr Wecken, 06:25 Marschbereitschaft, Herstellen der Gesichts-/tarnung OMG! So frÜh aufstehen. Ich bin sicher, das verstößt gegen die Genfer Konventionen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute ist beim Aufräumen mein Melder-Notizbuch aufgetaucht:</p>
<p><strong>Rekrutenbesichtigung</strong></p>
<p>Montag: ÜberprÜfung Anzug/Rucksack<br />
Dienstag: 04:15 Uhr Wecken, 06:25 Marschbereitschaft, Herstellen der Gesichts-/tarnung</p>
<p>OMG! So frÜh aufstehen. Ich bin sicher, das verstößt gegen die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Genfer_Konventionen">Genfer Konventionen</a>! <img src='http://www.christianseidel.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Grundausbildung: Helm weg!</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jan 2008 15:23:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bund]]></category>

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		<description><![CDATA[Es begab sich, dass der ZugfÜhrer in unserer Stube auftauchte und von allen Schriftproben wollte. WTF? dachten wir uns nur &#8211; wen will der drankriegen? Falsch gedacht, er suchte jemanden, der das Schießbuch des Zuges fÜhrte. Und die Wahl fiel auf mich. Mist. So saß ich eines abends nach Dienstschluss noch im BÜro und schrieb, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es begab sich, dass der ZugfÜhrer in unserer Stube auftauchte und von allen Schriftproben wollte. WTF? dachten wir uns nur &#8211; wen will der drankriegen? Falsch gedacht, er suchte jemanden, der das Schießbuch des Zuges fÜhrte. Und die Wahl fiel auf mich. Mist.</p>
<p><span id="more-512"></span>So saß ich eines abends nach Dienstschluss noch im BÜro und schrieb, während der Rest meiner Stube aus dem dritten Stock beobachtete, wie die Unteroffiziere unter dem Fenster zu grillen begannen. Als ich nach einer Weile wieder die Stube betrat, grinsten meine Kameraden irgendwie und aber so recht raus mit der Sprache wollte keiner. Irgendwann haben sie mir dann eröffnet, dass sie die tolle Idee hatten, meinen Stahlhelm an einem Seil aus dem Fenster runterzulassen, damit ihnen die Unteroffiziere eine Bratwurst reinlegen. Nur blöderweise hatten die den Strick abgeschnitten und den Helm behalten.</p>
<p>Am nächsten Morgen stand ein Marsch an. Alle waren mit Helm angetreten, nur ich nicht &#8211; was unserem ZugfÜhrer dann auch bald auffiel, worauf er sich erkundigte, wo denn mein Helm sei. Ich stellte mich blöd und gab an, dass er gestern während meiner Abwesenheit zur BuchfÜhrung entwendet worden sei.</p>
<p>Das Ende vom Lied: Ich hab wegen der Sache keinen Finger gerÜhrt und die Uffze mussten den Helm wieder rausrÜcken. <img src='http://www.christianseidel.net/wp-includes/images/smilies/icon_razz.gif' alt=':-P' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Grundausbildung: Ladezustand</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jan 2008 14:24:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bund]]></category>

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		<description><![CDATA[Rekrutenbesichtigung: Darauf hatten wir seit Wochen hingearbeitet, die ganze Theorie gepaukt, ABC-Ausbildung, Konditionstraining, Märsche, SchießÜbungen, Biwaks, usw. Heute war dann also der Tag der Wahrheit, in der sich jede Gruppe in einem 30km-Marsch beweisen sollte. Ausreden galten nicht. Bevor wir in Gruppen im 15-Minutenrhythmus aufbrechen konnten, stand noch die Kontrolle durch den Kompaniechef an. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rekrutenbesichtigung: Darauf hatten wir seit Wochen hingearbeitet, die ganze Theorie gepaukt, ABC-Ausbildung, Konditionstraining, Märsche, SchießÜbungen, Biwaks, usw. Heute war dann also der Tag der Wahrheit, in der sich jede Gruppe in einem 30km-Marsch beweisen sollte. Ausreden galten nicht.</p>
<p><span id="more-511"></span></p>
<p>Bevor wir in Gruppen im 15-Minutenrhythmus aufbrechen konnten, stand noch die Kontrolle durch den Kompaniechef an. Der ließ uns antreten und inspizierte AusrÜstung/Kleidung stichpunktartig und ließ sich die Waffe zeigen (die alten ausgeleierten G3). An meinem Gewehr (jeder hat seine Stammwaffe) hatte ich schon öfters bemängelt, dass der Sicherungshebel locker war. Aber getan hatte man nichts.</p>
<p>Nun waren wir also angetreten, vor uns der Marschrucksack geöffnet, wir dahinter, das G3 auf den Boden gestÜtzt. Gleich war der Hauptmann bei mir, nur noch mein Kamerad neben mir. Bisher gab es nichts groß zu beanstanden.</p>
<blockquote><p><strong>Hauptmann</strong>: Wie ist der Ladezustand Ihrer Waffe?</p>
<p><strong>Kamerad</strong>: Teilgeladen und gesich&#8230; oh! Einzelfeuer!</p>
<p><strong>Hauptmann </strong>(<em>leicht genervt</em>): Stellen Sie das ab!</p>
<p><em>Kamerad fummelt. Ich grinse in mich rein &#8211; wie blöd muss man sein? </em></p>
<p><strong>Hauptmann </strong>(<em>zu mir tretend</em>): Und wie ist der Ladzustand <em>Ihrer </em>Waffe?</p>
<p><strong>Ich</strong>: Teilgeladen und (<em>schaue auf die Sicherung</em>)&#8230; uups &#8211; Feuerstoß.</p></blockquote>
<p>Ich hab dann kurz den laschen Sicherungshebel demonstriert und den bösen Blick des Kompaniechefs aufgefangen und durfte trotzdem an der PrÜfung teilnehmen. <img src='http://www.christianseidel.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Den Marsch und die PrÜfungen habe ich als nicht allzu schwer in Erinnerung. Wir waren wenigstens noch im Hellen wieder in der Kaserne, was der andere Zug nicht behaupten konnte. Die hatten sich wohl bei einer Übung nicht weit genug von der Straße und in Deckung bewegt, weshalb der Kompaniechef sie die PrÜfung noch einmal machen ließ und sie kurzerhand durch den angrenzenden Bach laufen mussten (hÜfthoch im Wasser).</p>
<p>In einer anderen Gruppe hatte wiederum ein GruppenfÜhrer die grandiose Idee, mitten im Wald eine Leuchtkugel abzuschießen &#8211; um dann mit seinen Leuten den anschließenden Brandherd löschen zu mÜssen&#8230;</p>
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		<title>Grundausbildung: StUffz D.</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jan 2008 12:54:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bund]]></category>
		<category><![CDATA[4./381]]></category>
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		<category><![CDATA[Grundausbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Panzergrenadierbataillon]]></category>
		<category><![CDATA[StUffz Dietrich]]></category>

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		<description><![CDATA[Etwas verunsichert stehe ich auf dem Bahnsteig des Hauptbahnhofs und warte auf meinen Zug nach Bad Frankenhausen. In meinem Einberufungsbescheid steht, dass ich mich in der dortigen Kaserne einzufinden habe. 4./381- Panzergrenadierbataillon. Hörte sich spannend an, aber eigentlich hatte ich bei der Musterung ja angegeben, dass ich was mit Computern machen wollte, notfalls Fahrer. Aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Etwas verunsichert stehe ich auf dem Bahnsteig des Hauptbahnhofs und warte auf meinen Zug nach <strong>Bad Frankenhausen</strong>. In meinem Einberufungsbescheid steht, dass ich mich in der dortigen Kaserne einzufinden habe. 4./381- Panzergrenadierbataillon. Hörte sich spannend an, aber eigentlich hatte ich bei der Musterung ja angegeben, dass ich was mit Computern machen wollte, notfalls Fahrer. Aber erstmal abwarten. Also laufe ich den Bahnsteig entlang und mustere die Wartenden &#8211; könnte das ein Leidensgenosse sein? *flatsch!* Was war das? Hatte mir doch glatt eine Taube auf die Schulter geschi&#8230; &#8211; das fing ja gut an.</p>
<p><span id="more-510"></span></p>
<p>In &#8220;Bad F.&#8221; (so nennt man das dort militärisch knapp) werden zunächst die Personalien festgestellt und nach dem Mittag werden wir ausgerÜstet und &#8211; Überraschung &#8211; auf LKWs verfrachtet, die uns &#8211; zweite Überraschung &#8211; zu unserem neuen StÜtzpunkt bringen. Hat man uns doch glatt unterschlagen, dass wir nicht in Bad F. bleiben, weil unser Kompaniegebäude renoviert wird. Stattdessen finden wir uns nach 15 Minuten Fahrt durch den Wald (nur Wald!) in Dietersdorf wieder.</p>
<p>Der TruppenstÜtzpunkt <strong>Dietersdorf </strong>ist im Grunde nur ein Neubaublock mit Zaun drumrum, umgeben von Wald, sieben Kilometer bis zum nächsten Dorf. Super, da war die Stimmung schon wieder auf dem Tiefpunkt. Bei der Zimmerzuteilung werden wir nach Raucher/Nichtraucher befragt, dann bekommt jeder die Bettwäsche und sucht seine &#8220;Stube&#8221;.  Vor mir der Kollege gab an, Raucher zu sein, aber wollte auf eine Nichtraucherstube, weil er frische Luft bräuchte. Komische Leute gibts.</p>
<p>Ein paar Minuten später finde ich mich in einer Zehnmannstube wieder: 2 Dreistockbetten (!), 2 Doppelstockbetten. Der rauchende Nichtraucher ist auch dabei. Ich bekomme einen Schlafplatz ganz oben im Dreierbett. Die unzähligen Male, die ich mich frÜh beim Aufwachen an der Decke gestoßen habe, habe ich nicht gezählt. Damals war mir auch noch nicht klar, dass man jeden Morgen sein Bett penibel genau machen muss. Aber man lernt nie aus.</p>
<p>In den folgenden Tagen und Wochen lernten wir dann, wie man seine AusrÜstung im Schrank verstaut, wie man zu maschieren/anzutreten hat, wie man eine Waffe behandelt und seine Vorgesetzten grÜßt und all das andere wichtige Zeugs. Politischer Unterricht und Geschichte der Bundeswehr inbegriffen.</p>
<p>Vom Personal hinterließen die Offiziere und ZugfÜhrer noch den besten Eindruck. Unbeliebt machten sich vor allem die Unteroffiziere, die uns drillen sollten. Allen voran ein Stabsunteroffizier&#8230; nennen wir ihn mal &#8220;<strong>StUffz  D</strong>&#8220;. Dieser Zeitgenosse stand ständig unter Starkstrom und verstand aber Überhaupt keinen Spaß. Andere Vorgesetzte hat man wenigstens nach Dienstschluss mal lachen sehen, anders StUffz D. Bei ihm war uns schon von Anfang an klar, dass er uns das Leben noch schwer machen wÜrde.</p>
<p>Ganz besonders hatte er all jene auf dem Kieker, die auch nur ansatzweise Unmut gegen seine meist sinnlosen Schikanen zeigten. Dumm fÜr mich, dass ich bei offensichtlicher Idiotie nicht stillhalten kann.</p>
<p>Anekdote:</p>
<blockquote><p>Wir hatten gerade die Dienstgrade auswendig zu lernen, als D. unsere Stube betrat. Kurz vorher hatte ich mal wieder seinen Unmut erregt, weshalb weiß ich nicht mehr. Jedenfalls stehen wir alle vor unseren Spinden in &#8220;Achtung&#8221;, D. steuert zielstrebig in meine Richtung und geht dann aber im letzten Moment auf meinen Nachbarn zu. Dieser muss bei der Schulterklappe, die ihm D. hinhält, passen. 10 Leute im Zimmer, aber wer darf als nächstes? Ich fange leicht zu grinsen an, als er sich mir zuwendet.</p>
<p><strong>D.</strong>: Warum freuen Sie sich denn so?</p>
<p><strong>Ich</strong>: Weil ich mir schon gedacht habe, dass sie jetzt zu mir kommen.</p>
<p><strong>D.</strong>: Wieso denn das?</p>
<p><strong>Ich</strong>: Na weil&#8230; ich neben ihm stehe (und deute auf den zuvor befragten Kameraden). *puhhh*</p>
<p><strong>D.</strong> (sichtlich enttäuscht): Aha.</p>
<p>Den Dienstgrad  wusste ich zwar auch nicht, aber den wusste an dem Abend wohl noch keiner bei uns im Zug. Wenigstens bin ich glimpflich aus der Sache rausgekommen &#8211; im Gegensatz zu meinem späteren Zimmerkumpel Jens, der in der Nachbarstube von D. angeschrien wurde, nachdem er total verschÜchtert ein &#8220;Sir&#8221; an seine Anwort gesetzt hatte.</p></blockquote>
<p>Monate später habe ich von Kameraden erfahren, dass StUffz D. von den Rekruten nach uns alle vier Reifen zerstochen wurden&#8230;</p>
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