Bevor jetzt St. Pauli wieder die Segel streicht und sich aus der Liga verabschiedet, haben wir es wirklich doch noch geschafft, das Millerntor zu besuchen. Zumal das Spiel ja zwischenzeitlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden sollte. Der Becherwurf machte es möglich, der Einspruch von St. Pauli brachte uns dann aber doch noch das ersehnte Auswärtsspiel in HH.
Zunächst hieß es aber, alle Anreisenden des Fanclubs unter einen Hut zu bekommen – selten so eine komplizierte Reiseplanung gehabt. Dann stand man schon in der Kurve, um mit den Pauli-Fans die gemeinsame Antipathie gegenüber dem HSV zu teilen. Mit dem Anstoß waren die gemeinsamen Interessen aber auch schon wieder vergessen – zu viel stand auf dem Spiel.
Werder war seltsam gehemmt, ohne Zug, unkonzentriert. Logische Konsequenz: der 0:1 Rückstand. Zumindest war der Mannschaft nach der Pause anzumerken, dass man das Ruder noch einmal rumreißen wollte – man kam schon etwa 5 Minuten eher, als der Gegner aus der Kabine. Diese Entschlossenheit wurde auch gleich im Spiel sichtbar: Werder drückte und kam zum verdienten Ausgleich.
In der Folge brachen die Gastgeber regelrecht ein und mussten nahezu ohnmächtig das 1:2 und 1:3 hinnehmen. Für St. Pauli bedeutete das Ergebnis gewissermaßen den Abstieg, für Werder die Rettung.
Entsprechend gut gelaunt hätte man die Heimreise antreten können, wenn nicht die anfänglich stressige Rückfahrt gewesen wäre. Aber was nimmt man nicht alles für den Klassenerhalt in Kauf…












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