Am letzten Tag nehmen wir die erste Bergbahn ins Tal und werden noch von einem netten Wanderkollegen mit dem Auto bis zum Bahnhof gefahren. Dort geht es mit dem Zug durch den Tauerntunnel, dann zu Fuß zurÜck zum Auto.
Zusammenfassend muss ich sagen, dass das mal wieder ein sehr schöne Tour war. Intensiv, aber traumhaft.
PS: Sorry an unsere Leipziger Begleiter (falls ihr das lest): Ich hab eure Adresse verlegt. Sobald ich sie finde, kommt der HÜttenstempel gleich per Post nach!
Angetrieben durch unseren dynamischen Zimmergenossen Alex, stehen wir schon 6:00 Uhr auf und laufen 7:15 Uhr los, so frÜh wie nie fÜr eine Tagesstrecke, die die kÜrzeste ist, die wir in der Woche absolvieren.
Es geht Über die Großelendsscharte wieder zurÜck zum Hannoverhaus, wo wir schon am frÜhen Nachmittag eintreffen. Etwas später kommt auch Alex dazu und wir haben ausreichend Gelegenheit, uns zu unterhalten. Auch mit 3 Hamburgern an unserem Tisch kommen wir schnell ins Gespräch – wir verspeisen Kaiserschmarn, den ich grad so schaffe. Hmm… lecker!
Die “einfache Strecke” vom Vortag hatte sich leider doch als etwas anstrengender herausgestellt. Daher war ich eigentlich ganz dankbar, dass es heute nur bis zur OsnabrÜcker HÜtte gehen sollte – optional konnte man nach Befinden noch eine Schleife einbauen. Gegen 7:30 Uhr laufen wir los, nur einen Tee intus, frÜhstÜcken am Weg nach einer Weile.
Nachdem wir die Großelendsscharte gemeistert hatten, standen wir dann mittags vor der Entscheidung: Ins Kleineledtal oder nicht? Beine waren gut, also packten wir es an. Die Leute, die uns entgegenkamen und uns nach unserem Tagesziel fragen, schÜttelten zwar den Kopf und boten uns an, etwas von unserem Gepäck mit zur OsnabrÜcker HÜtte zu nehmen, aber – hallo? Geht’s noch?! Das packen wir ja wohl selber!!
Nach einiger Zeit merke ich allerdings, dass mein Schuh an der linken Seite gegen den Knöchel drÜckt. Speziell, wenn man etwas schräg aufkam, war das sehr unangenehm. Und beim Abstieg ins Tal wurde es noch schlimmer. Also lockerte ich die SchnÜrsenkel und band den Schuh nur unten zusammen, was meiner Stadtfestigkeit allerdings nicht zuträglich war. Irgendwie quälte ich mich dann aber doch talabwärts, Uwe hatte letztlich auch leichte Probleme beim Laufen. So kommen wir ziemlich fertig gegen 17:30 Uhr an der HÜtte an.
Dort lernen wir Alex kennen, ebenfalls Wiener. Und der lässt uns wie blutige Anfänger aussehen. Sein Tagesprogramm klingt echt gewaltig. Entsprechend ist auch sein Appetit. Am nächsten Tag treffen wir ihn dann auf der HannoverhÜtte wieder, nur, dass er den Weg Über den Ankogel (3.252m) genommen hat.
Auf der Hagener HÜtte lassen wir es frÜh ruhiger angehen. Es liegt eine “Autobahn”-Strecke vor uns, laut Uwe.
Nach 3 Stunden Laufen kommen wir an der unbewirtschafteten Mindener HÜtte (2431m) an, an der wir erst einmal Rast machen und uns Brote schmieren. Dort treffen wir auch die Wiener, die etwas eher losgelaufen waren. Nachmittags haben wir sie wieder eingeholt, beide liegen an einem Gebirgssee und ruhen sich aus – die hatten tatsächlich in dem kalten Gewässer gebadet *brrrrr*!
Mit zunehmender Wanderzeit macht sich unser Gewicht auf dem RÜcken allmählich doch bemerkbar. Die letzten Meter von der Bergstation (2630m) zum Hannoverhaus (2720m) nehmen wir dann schon etwas geschafft. Oben gönnen wir uns erstmal ein frisches Pils – und erfahren, dass man unsere Reservierung verschlampt hat – wir mÜssen im Matratzenlager (5 Schlafgenossen) Übernachten. Es gibt keine Duschen und nur kaltes Wasser im Gemeinschafts-WC. Hygiene ist in manchen HÜtten echt mit Arbeit verbunden!
Nach angenehmer Nacht gibt es frÜh ein kleines MÜsli, bevor wir um 8:30 Uhr vom Niedersachsenhaus aufbrechen. Es geht Über den Pröllweg Richtung Scharek (3105m), den wir nach kurzem Überlegen dann doch besteigen. Die grandiose Sicht entschädigt vollends fÜr die kleine Mehrarbeit. Den Abstieg absolvieren wir rutschend, Über eine Skipiste, auf der neben uns noch gefahren wird (wohlgemerkt Ende August)!
An der Duisburger HÜtte (2573m) machen wir Mittag und erleichtern unsere Rucksäcke dadurch etwas. Gestärkt geht es Über den Tauernhöhenweg zum Dr. Rudolf Weißgerber Biwak (2714m), welches wir beschwerlich erklimmen (fieser Anstieg Über Geröllserpentinen).
Den Rest des Tages laufen wir auf dem Hagener Weg zur – natÜrlich – Hagener HÜtte (2448m). Dort hatte man zwar unsere Reservierung vertrödelt, aber wir kommen trotzdem mit zwei netten Wienern in einem Viererzimmer unter. Abends gibt es lecker Gulasch mit Knödeln (yammyamm!). Ziemlich satt, geschafft und mit großen Blasen an den Hacken falle ich abends ins Bett.
Nach fast vierjähriger Abstinenz (Norwegen) sollte endlich mal wieder gewandert werden. Nicht zuletzt deshalb hatte ich mich mit Uwe verabredet und an der Autobahn bei NÜrnberg getroffen. Gemeinsam ging es dann dann Böckstein (Gasteinertal, Salzburg), wo wir das Auto stehen ließen und mit dem Bus nach Sportgastein (1589m) nahmen.
Nach 2 1/4 Stunden Aufstieg sind wir am Niedersachsenhaus (2472m). Nach kurzem Duschen (MÜnzautomat), gibt es noch Abendessen (Bauernomlett), dann schlÜpfe ich zum ersten Mal in meinen neuen HÜttenschlafsack des Alpenvereins. Wir haben ein Doppelzimmer, Doppelstockbett.
Schönes Wetter am Wochenende, da kann man ruhig mal wieder auf das Rennrad steigen. Also hab ich spontan Inga besucht.
Klingt harmlos – war aber eine Tour nach Magdeburg und zurÜck. Okay… auf hin aus ZeitgrÜnden nur bis (KuKa)Köthen und von da mit dem Sachsen-Anhalt-Ticket bis MD, aber auf zurÜck die komplette Distanz Über Bernburg. Das mit dem schönen Wetter galt zumindest fÜr die angenehmen Temperaturen bei Sonnenschein – allerdings hatte ich bis Halle permanent nervigen Seitenwind, so dass ich ordentlich am Rad arbeiten musste. Mein 3Liter-Wasserschlauch war auf jeden Fall nach den 90km leer. Gerade mal ein 25er Schnitt, aber da geht noch was – die Strecke bin ich bestimmt nicht das letzte Mal gefahren.
Link zu Google Maps: http://maps.google.de

Veröffentlicht von
Christian am
7. August 2009 in
Allgemein.
Tags: Anna von Schrottenberg, Astrid Kohlhoff, Boccaccio, Burg Giebichenstein, Das Dekameron, Juliane Gregori, Mario Pinkowski, Schaustelle Halle, Simon van Parys, Sommertheater, Thomas Zug.
Nach etwas Drängelei habe ich mich dann doch aufraffen können, mal wieder ins Theater zu gehen. Und war beeindruckt. Sommertheater auf der Burg Giebichenstein ist mal was ganz anderes, als klebrige Sessel in ÜberfÜllten (frÜher mal) Kinosälen.
Gespielt wurde “Das Dekameron” von Giovanni Boccaccio.
Handlung
Die Rahmenhandlung verlegt Boccaccio in ein Landhaus in den HÜgeln von Florenz, zwei Meilen vom damaligen Stadtkern von Florenz entfernt.[1] In dieses Landhaus sind sieben Mädchen und drei junge Männer vor der Pest (Schwarzer Tod) geflÜchtet, die im FrÜhjahr und Sommer des Jahres 1348 Florenz heimsuchte. Im Landhaus versuchen sich die FlÜchtlinge nach Möglichkeit zu unterhalten. Daher wird jeden Tag ein König oder eine Königin bestimmt, welcher einen Themenkreis vorgibt. Zu diesem Themenkreis hat sich nun jeder der Anwesenden eine Geschichte auszudenken und zum Besten zu geben. Nach zehn Tagen und zehn mal zehn Novellen kehrt die Gruppe wieder nach Florenz zurÜck.
http://de.wikipedia.org/wiki/Decamerone
Das StÜck dauerte insgesamt (mit Pause) 2,5h – so dass bei einsetzender Dunkelheit die Atmosphäre der beleuchteten Burg in dieser warmen Sommernacht perfekt zum Ambiente beitrug. Die 5 freien Theaterspieler der „Schaustelle Halle“ verstanden es dabei ausgezeichnet, mich (teils humorvoll) zu unterhalten. Und ich bin nicht leicht zufriedenzustellen.
Wer weiss, vielleicht sieht man mich demnächst öfter mal im Theater…
