Dienstag: Nachdem ich meine neue Waschmaschine bestellt hatte, wartete ich ungeduldig auf den Anruf der Spedition.
Mittwoch: Anruf der Firma Schenker aus Leipzig – ich versuche einen Liefertermin auszuhandeln, der möglichst am späten Nachmittag liegt, damit ich keinen Urlaub nehmen muss. Ich biete nach langem Ringen 14:30 Uhr an, wir einigen uns auf 14:00 Uhr. Soweit, so gut. Geht halt ein halber Urlaubstag drauf. :-/
Liefertag.
08:49 Uhr: Eine neue Nachricht auf der Mailbox. Nur Fahrgeräusche…
09:28 Uhr: SMS: Anrufer hat keine Nachricht hinterlassen.
09:29 Uhr: Ich rufe die Handynummer zurÜck, Mailbox geht nach 1 Minute klingeln ran.
09:49 Uhr: SMS: Anrufer hat keine Nachricht hinterlassen.
09:49 Uhr: Ich rufe wieder zurÜck. Endlich meldet sich jemand.
Schenker: “Ja?” Ich: “Seidel, guten Tag. Mit wem rede ich denn?” Schenker: “Schenker, guten Tag. Ich hatte Sie schon ein paar mal versucht zu erreichen. Ich soll hier ein Gerät der Firma LG anliefern. Sind Sie zuhause?” Ich: “Nein, ich bin auf Arbeit.” Schenker: “Und vorbeikommen können Sie auch nicht?” Ich: “Nö, das geht auf keinem Fall. Ich hatte gestern eindeutig 14:00 Uhr ausgemacht – frÜher kann ich nicht los.” Schenker: “Kann ich das Gerät vielleicht beim Nachbarn abliefern?” Ich: “Dann wÜrde die Maschine den ganzen Tag vor der TÜr stehen. Es sei denn, Sie tragen sie hoch…?” Schenker: Nein, das geht nicht. Die Reideburger Landstraße… wo ist denn das eigentlich?
Es folgt eine lange Wegbeschreibung meinerseits (Haben die kein Navi??!). Schenker: “Ja gut, dann bis nachher”.
14:00 Uhr: Bin pÜnktlich daheim
15:12 Uhr: Mein Telefon klingelt. Schenker braucht wieder eine Anfahrtsbeschreibung. Lotse ihn bis vor die HaustÜr. Schenker: “Stress, Stress, Stress!” Ich: “Kenn ich, laden Sie’s dort bitte ab.” (Rollt meine Waschmaschine auf der Europalette vor die HaustÜr.) Schenker: “Die Palette können Sie verbrennen!” Sprach’s und schwang sich wieder auf den LKW.
Gestern flatterte mir die Anmeldung fÜr die diesjährige Radpartie der Mitteldeutschen Zeitung ins Haus – wie bereits im letzten Jahr habe ich mich fÜr die Profitour (104 km) beworben.
Nachdem ich Delain als Vorband von Within Temptation schon 2007 im Haus Auensee bewundern durfte, traten Sie diesmal im Hellraiser als Headliner an.
FÜr mich sollte es der erste Besuch in der Metal- und Alternative-Location in Leipzig/Engelsdorf sein. Aber bestimmt nicht der Letzte! Der von einem Verein betreute Scenetreff mit 900 Mann fassender Konzerthalle verfÜgt Über sehr gemÜtliche Räumlichkeiten, sowie eine Bar mit sehr vernÜnftigen Preisen (Becks Gold: 2,00 EUR, Warsteiner 2,30 EUR). Dies ausnutzend, fanden wir uns (bedingt durch rechtzeitiges Erscheinen), bald in den ersten Reihen mit einer Flasche Bier in der Hand wieder und lauschten den Klängen der Vorband “Fallen Angel’s Symphony“, die ihre Sache recht ordentlich machten.
Etwa gegen 22:00 Uhr traten dann Delain auf die BÜhne -- und man merkte ihnen deutlich an, dass sie gut drauf waren und Spaß hatten, was sich natÜrlich auch aufs Publikum Übertrug. Über 1 1/2 Stunden wurden fast alle Songs der letzten beiden Alben “Lucidity” und “April Rain” gespielt. Besonders bei “The Gathering” gingen die Leute richtig ab, da kann man ja so schön hÜpfen.
Nach 3 Zugaben war dann leider gegen 23:30 Uhr schon Schluss -- alles in allem, ein super Konzert!
Nach 5 Tagen Kurzurlaub bin ich mit richtig viel guter Laune aus SÜdtirol zurÜck. Meine Grippe hatte ich gerade noch rechtzeitig Überstanden, so dass ich mich kurzfristig doch entschlossen hatte, mitzukommen. Und ich hätte es wohl schwer bereut, wenn ich nicht gefahren wäre!
Wir hatten drei super Skitage, ein Bombenwetter (fast immer strahlendem Sonnenschein bei noch angenehmen Temperaturen) – und eine perfekte Unterkunft mit Halbpension fÜr 37 EUR pro Nacht. Was will man mehr?! TagsÜber auf der Piste richtig verausgabt (kaum Wartezeiten an den Liften, relativ leere Pisten) und abends mit drei Gängen und Salat-BÜffet verwöhnen lassen. Ein sehr schöner Urlaub!