Es begab sich, dass der ZugfÜhrer in unserer Stube auftauchte und von allen Schriftproben wollte. WTF? dachten wir uns nur – wen will der drankriegen? Falsch gedacht, er suchte jemanden, der das Schießbuch des Zuges fÜhrte. Und die Wahl fiel auf mich. Mist.
Tägliches Archiv für Januar 1st, 2008
Rekrutenbesichtigung: Darauf hatten wir seit Wochen hingearbeitet, die ganze Theorie gepaukt, ABC-Ausbildung, Konditionstraining, Märsche, SchießÜbungen, Biwaks, usw. Heute war dann also der Tag der Wahrheit, in der sich jede Gruppe in einem 30km-Marsch beweisen sollte. Ausreden galten nicht.
Etwas verunsichert stehe ich auf dem Bahnsteig des Hauptbahnhofs und warte auf meinen Zug nach Bad Frankenhausen. In meinem Einberufungsbescheid steht, dass ich mich in der dortigen Kaserne einzufinden habe. 4./381- Panzergrenadierbataillon. Hörte sich spannend an, aber eigentlich hatte ich bei der Musterung ja angegeben, dass ich was mit Computern machen wollte, notfalls Fahrer. Aber erstmal abwarten. Also laufe ich den Bahnsteig entlang und mustere die Wartenden – könnte das ein Leidensgenosse sein? *flatsch!* Was war das? Hatte mir doch glatt eine Taube auf die Schulter geschi… – das fing ja gut an.
Als Kind durfte ich hin- und wieder mal mit meinen Großeltern verreisen, dann immer schön zum Badeurlaub nach Ungarn oder – eben nach Bulgarien. So auch damals. Wir sitzen am Gate und warten auf den Aufruf unseres Fliegers nach Varna. Der Flug wird aufgerufen und wir passieren die Ticketkontrolle und besteigen den Bus zum Flieger und das Flugzeug. Im Flieger stellen wir fest, dass Russen unsere Plätze belegen. Wir ganz locker geblieben und die Flugbegleiterin geholt, welche sich die Tickets hat zeigen lassen. Und siehe da, die Plätze waren scheinbar doppelt vergeben, wir hatten alle die richtigen Plätze. Also holte die Stewardess ihre Kollegin ran und die Überlegten, was da schief gelaufen sein könnte, wollten uns schon umsetzen, als einer auffiel dass mit unseren Tickets was nicht stimmte. Falsche Flugnummer – bzw. falscher Flieger!!
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