Nun ja… was soll man sagen: Sie haben es zumindest teilweise versucht. Das Spiel war nun wirklich nicht toll. Was wieder mal mein Gefühl verstärkt, dass man sich Testspiele nicht ansehen sollte. Zudem ist das Olympiastadion im November auch nicht gerade freundlich, besonders im Oberrang recht zugig. Was dazu führte, dass unsere Zaunfahne ständig umgekrempelt über der Bande hin. Woraufhin wir sie zur zweiten Halbzeit komplett entfernt haben.
Dazu kam, dass die Stimmung in der Kurve echt mies war, entweder haben alle gefroren oder sie hatten einfach keinen Bock auf Support. Das Dutzend Trommler vor der Kurve hat einen auf Alleinunterhalter gemacht. Nur die Pfiffe zur Halbzeit und nach dem Spiel waren mal etwas lauter. Bezeichnend: Irgendwann zur zweiten Halbzeit kamen Hertha-Rufe aus der DFB-Kurve, woraufhin von der Geraden “Berlin, Berlin, wir sch… auf Berlin” folgte. Beides begleitet von Pfiffen. Soviel zum Thema: Unterstützung des Teams…
Alles zusammen ein Abend, den man auch sinnvoller hätte verbringen können. Trotzdem herzlichen Dank an den King für die Organisation.
PS: Immerhin: Die Bremer haben überzeugt (Wiese mit starkem Debüt), was Hoffnung darauf macht, dass mir wenigstens Werder ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk am Sonntag beschert.
Folgende Email erreichte mich am Abend vor meinem Geburtstag:
> Von: Viola [mailto:Viola@schicksalsforschung.org]
> Gesendet: Montag, 17. November 2008 21:17
> Betreff: Christian Seidel, wann sterben Sie?
> Wichtigkeit: Hoch
>
> Guten Tag Christian Seidel,
>
> wie meint es Ihr Schicksal mit Ihnen?
> Testen Sie es jetzt - gut oder böse, Himmel oder Hölle?
> http://www.Schicksalsforschung.org/?i=****&o=*****
> Ideal auch für die Mittagspause. Der Test ist in 5 Minuten gemacht!
>
> Viele Grüße,
> Viola
Als wenn das trostlose 0:0 (und rote Karte gegen Özil) in Bochum nicht ärgerlich genug gewesen wären, nutzten 8 Personen, die offensichtlich der rechtsextremen Szene zugehörig sind, die Kulisse des Bundesligaspiels, um im Sitzbereich des Bremer Blocks ein schwarz-weißes Transparent (Schriftzug: NS HB, Sport frei) zu entrollen.
Nachdem Teile der Werderfans die Szene beobachtet hatten, machten sich Unmutsäußerungen in Richtung der Nazis breit, die in Pfiffen und Sprechchören (”Nazis raus!”, “Wir sind Bremer und ihr nicht!”) gipfelten. Im Laufe der Auseinandersetzungen wurde die Gruppe dabei von den Werderfans im Gästeblock umringt und musste von Security “verteidigt” werden. Dabei kam es teilweise zu Handgreiflichkeiten und Becherwürfen, so dass die Polizei mit etwa 30 Beamten in den Block einrücken musste.
Nach Beruhigung der Szene wurden die Personen unter Polizeischutz aus dem Block und auf das Spielfeld geführt, um selbst von dort noch auf dem Weg in die “Schutzhaft” in Richtung Gästebereich zu provozieren.
Konsequenz: Stadionverbote für Mitglieder der Gruppierung “Nordsturm Brema” für Weserstadion und RewirPower-Stadion, sowie lobende Äußerungen der Presse, seitens DFB und Werder für die Zivicourage der Bremer Fans.
Zum zweiten Mal nach dem 18.06.2005 wurde in meinen Keller eingebrochen. Es gibt nur zwei bedeutende Unterschiede: Diesmal habe nicht ich den Einbruch bemerkt, sondern mein Nachbar. Und im Gegensatz zu ihm wurde mir auch nichts gestohlen.
2005 waren beide Räder weg (Cannondale/Bulls), diesmal wurde(n) der/die Dieb(e) entweder gestört, oder er/sie konnte(n) mit meinem Giant-Rennrad und dem im Aufbau befindlichen Trail Bike nichts anfangen. Schäden konnte ich bislang nicht feststellen, nur mein Vorhängeschloss ist weg. Die einzige Parallele übrigens zu 2005.
Trotz (oder gerade wegen ?) meines Sichtschutzes wurde mein Keller scheinbar als einziger weiter aufgebrochen, scheinbar vermutete(n) der/die Täter wieder fette Beute, was sie Tatsache nahelegt, dass es sich um den/die selben Einbrecher handelt, wie beim letzten Mal.
Hinweis für alle Kriminellen: In meinem Keller gibt es keine Wertgegenstände mehr!
Heute lockte das schöne Wetter noch einmal zu einer Tour, die ich schon länger geplant hatte: Nach dem Brunch im Hotel-Gasthaus “Rammelburg-Blick” ging es über 55 km über durchweg sehr gute Landstraßen nach Halle. Trotz wiederkehrender Probleme im linken Knie (Brocken), hatte ich am Ortseingang noch einen Schnitt über 30 km/h, letztlich waren es dann nach dem Stadtparcour noch 29,8 km/h.
Kürzlich wurde mir eine interessante Webseite nahegelegt: flugstatistik.de.
Hier kann man alle Flüge eingeben, die man je mitgemacht hat und bekommt hinterher umfangreiche Statistiken angezeigt. Aus Neugier habe ich im Vorfeld unseres Mailand-Urlaubs (bei dem uns ja der Flug gecancelt wurde) meine Flugdaten eingegeben und bin zu der Erkenntnis gelangt, dass ich mit bisher 31 Flügen nicht unwesentlich an der Klimaerwärmung teilhaben durfe.
Insgesamt habe ich dabei die Erde 1,78 mal umrundet und war 3,9 Tage in der Luft. Hier die komplette Statistik: http://meine.flugstatistik.de/kriz99
PS: Der bisher längste Flug am Stück war natürlich der nach Südafrika:
Amsterdam - Kapstadt: 9.698 km, 11:17 h
Nach drei Tagen Italien bin ich wohlbehalten wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Und im Gegensatz zu den letzten 5 Auslandsreisen auch endlich mal mit einem Punktgewinn!
Nachdem Ryanair kurzfristig unseren Flug gestrichen hatte (Streiks bei Boing?), mussten wir die 900km nach Mailand mit dem Mietwagen bewältigen. Die VW Carawelle stellte sich zwar als recht bequem heraus, aber wenn man innerhalb von drei Tagen 2 Nächte durchfährt, bekommt man davon nicht mehr viel mit.
Auf jeden Fall war es wieder mal eine Tour mit dem WFCM, die Spaß gemacht hat - nicht nur wegen des (endlich mal) positiven Ergebnisses, sondern auch, weil das Wetter passte (etwa 20°C) und man in Mailand doch einige Sehenswürdigkeiten findet, die es sich anzusehen lohnt.
Diesen Freitag haben wir (Johannes, Sven und ich) das verhältnismäßig schöne Wetter noch einmal genutzt (und ich mein volles Überstundenkonto) und haben den Aufstieg mit dem Rennrad zum Brocken in Angriff genommen. Treffpunkt war Wernigerode (240m üNN), von da an ging es etwa 30 km bergauf, bis auf 1.141m.
Richtig böse waren vor allem die 10% Steigung über 2km nach “Drei Annen” - sowie der letzte Kilometer hoch zum Brocken, da war ich schon etwas am Limit. Dafür empfingen uns angenehme 6°C und ein Blick auf den wolkenbehangenen Harz. Wer sich auf die Abfahrt gefreut hatte, wurde allerdings bitter enttäuscht - die Straße nach Schierke ist in einem recht fragwürdigem Zustand, Schlaglöcher ohne Ende. Unten angekommen taten uns jedenfalls ordentlich die Handgelenke weh, von entspanntem Runterrollen keine Spur, man war nur am Ausweichen und Arbeiten, dass man den Lenker unter Kontrolle behält.
Insgesamt gesehen war es aber ein recht gelungener Ausritt, hat Spaß gemacht. Wiederholung gern!